Neutralität
Die Bedeutung der Neutralität im kommunikativen Sinn

Mit der immer aggressiver werdenden Positionierung der Streitparteien nimmt deren Verständigungsfähigkeit ab. Es ist, als redeten die Parteien gegen eine Wand. Es bewirkt nichts mehr.

Positionen gegeneinander ergreifen

In dieser Situation bekommt der Position eines neutralen Dritten eine besondere Bedeutung zu. Sie wäre bereit, den Parteien zuzuhören. Wenn die Parteien mit ihr reden, könnten sie wieder etwas bewirken.

Neutral - so habe ich mir sagen lassen - kommt aus dem Lateinischen und setzt sich aus ne und utera zusammen. Es bedeutet also keine Seite.

Die neutrale Position ist eine Position die keiner Seite zuhält. Es ist eine Position des Vertrauens. Solange dieses Vertrauen besteht, sind ihr gegenüber grundsätzlich beide Seiten offen. Das macht sich an der Art und Weise der Kommunikation bemerkbar. Sie ist auf die dritte Person gerichtet. Ein Richter im konventionellen Sinn würde die Informationen von jeder Partei entgegen nehmen um darüber eine möglichst gerechte Entscheidung zu finden.

Positionen und Neutralität

Es geht aber auch anders. Zum Beispiel, wenn das Ziel nicht die Herbeiführung einer Entscheidung, sondern die Wiederherstellung der Kommunikation sein soll. Dies ist aus der Position des neutralen Dritten nämlich ebenfalls möglich. Allerdings muss er anders vorgehen. Statt die Informationen der Parteien zu absorbieren, übersetzt er sie in eine Sprache, welche die andere seite zu verstehen vermag. Aus dem Munde des Neutralen hören sich die Fakten schließlich ganz anders an.

Positionen und Verständigung

Mediation als Position


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