Gewaltfreie Kommunikation

Wenn es also darauf ankommen soll, den Gegner zu überzeugen, bedarf es einer Kommunikation, die in der Lage ist alle Fakten so darzulegen dass der Gegner sich NICHT angegriffen oder emotional verletzt fühlen muß. Marshal Rosenberg hat eine Kommunikationsstruktur ermittelt, wie solche Mitteilungen gewaltfrei zu führen sind. Nach seinem Modell lässt sich etwa eine Forderung in der Form einer gewaltfreien Bitte mit dem Effekt formulieren, dass der Andere eher und freiwillig bereit ist der Forderung zu folgen oder sich mit ihr wenigstens auseiunaderzusetzen.

  • Zunächst schildert der Kommunikant seine Beobachtungen. Dies sind subjektive Wahrnehmungen, über die man zunächst nicht streiten muß.
  • Als nächstes wird die emotionale Bedeutung dieser Beobachtung zum Ausdruck gebracht.
  • Schließlich wird die nachteilige Auswirkung hervorgehoben
  • Um dann die sich daraus ergebende Aufforderung als Bitte zu formulieren.

Als Beispiel nennt Rosenberg die alltäglich mögliche Aufforderung einer Mutter an ihren Sohn, seine Socken wegzuräumen.



Zusammenfassung

...

Kontextbezogene Fragen
  • ...

Fundstellen
  • [1] ...
  • [2] ...


Links (extern)


Gastautor
...

Beispiel: Gewaltfreie Kommunikation


Die Mutter will ihren pubertierenden Sohn auffordern, seine Socken wegzuräumen. 'Felix, wenn ich Deine Socken im Wohnzimmer sehe, wie sie unter dem Fernseher oder dem Wohnzimmertisch liegen, dann irritiert mich das. Ich brauche mehr Zeit um die gemeinsam genutzten Räume sauber zu halten. Es wäre mir eine große Hilfe, wenn Du Deine Socken direkt in die Waschmaschine wirfst'.


Der Ablauf der gewaltfreien Kommunikation setzt auf die Offenlegung der Emotionen. Faszinierend ist deshalb nicht nur die Initialisierung, sondern auch der weitere Verlauf einer solchen Kommunikation. Mit der nächsten Rückfrage wird sofort die Meta-Kommunikationsebene eröffnet. Wenn Felix nämlich auch am nächsten Tag die Socken nicht weggeräumt hat wird die Mutter ihre Aufforderung nicht nochmals wiederholen müssen. Sie wird statt dessen fragen: Warum folgst Du meiner Bitte nicht? Warum tust Du mir nicht den Gefallen?



Seite: